„EINFACH MACHEN“  – ein Musicalauftritt des GSG im Regina-Protmann-Haus Daun

Der Aufführungssaal des Regina-Protmann-Hauses war voll besetzt, als am 24.1.2025 die Chor-und Theatergruppe (Darstellendes Spiel, „DS“) der 6. Klassen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Daun ein neues Musical präsentierten: dieses Mal unter dem Motto und Titel „Einfach machen“.

In dem von den Schülerinnen und Schülern der DS-Gruppe selbst verfassten Musiktheater ging es um wichtige Erfindungen der Vergangenheit: Penicillin, Kugelschreiber, Mobiltelfon. 

In einer digital unterstützten Bühnen-Show  forderten die jungen Darstellerinnen und Darsteller aber auch neue, für die Zukunft interessante Erfindungen, wie z.B. Kleidung, mit der man fliegen  oder einen Zaubertrank, mit dem man sich in ein Tier verwandeln kann. 

Unter Leitung von Tanja Finnemann zeigten die Schülerinnen und Schüler sowohl im Kollektiv als auch im Einzelauftritt echtes schauspielerisches Talent. 

Von Katrin Pfeiffer angeleitet umrahmten die Musikerinnen und Musiker der 6. Klassen wiederum die Handlung eindrucksvoll mit choreographisch aufgepeppten Songs wie „Vida la Vida“ von Coldplay, „Einfach machen“ von Revolverheld „Meine Mama hat gesagt“ von SDP oder dem „Cup-Song“. Vier SchülerInnen rührten so manchen Zuhörer zu Tränen, als sie das „Ave Maria“ von Bach sangen, kontrastreich und schockierend gefolgt von einer imponierend ausdrucksstarken Choreo zu Michael Jacksons „They don’t care about us“. Professionell an Gitarre und Cajon die Brüder Nils und Lars Krechel, die den Songs noch einmal mehr Nachdruck verliehen.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für den kurzweiligen und anregenden Kulturbeitrag, besonders auch bei der Technik-AG unter der Leitung von Herrn Volker Weinzheimer.

Plan A: Abschieben – mutiges politisches Theater am Geschwister-Scholl-Gymnasium Daun

Eigentlich habe ich ja keine Zeit, das Theaterstück des „DS-Kurses“ zu besuchen, oder vielleicht gehe ich ja doch hin und kann dann  zur Pause unbemerkt wieder gehen, wenn es mir nicht gefällt. –

Dieser Plan ging nicht auf am gestrigen Abend, als in der Aula des GSG Daun eine sehr ungewöhnliches und mutiges Spiel auf der Bühne dargeboten wurde. Der Kurs „Darstellendes Spiel“ der Jahrgangsstufe 12 unter der Leitung von Frau Strosetzki machte es unmöglich, das Stück nicht zu Ende sehen  oder gar wegzuschauen.

„Plan A: Abschieben“ lautet der Titel, basierend auf den Ivestigativrecherchen „Geheimplan gegen Deutschland“ – das klingt bereits ziemlich politisch und möglicherweise brisant – beides trifft zu. 

Thematisch geht es um die Realität, genauer gesagt um die Tatsachen, die sich am 23. November 2023 im Hotel Adlon in Potsdam unter dem Schlagwort: „Düsseldorfer Forum“ oder „Masterplan Remigration“ abgespielt haben. „Von diesem Treffen sollte niemand erfahren: Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer kamen im November in einem Hotel bei Potsdam zusammen. Sie planten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland.“ (Quelle: https://correctiv.org/)

Eine Gruppe unabhängiger um Demokratie bemühter Journalisten, die sich „CORRECTIV“ nennen, haben davon erfahren -ein Reporter war mit einer Kamera undercover vor Ort und unter anderem Namen im Hotel eingecheckt -und  sind bemüht die Öffentlichkeit über die menschenverachtenden Ideen und die Pläne des faschistisch unterwanderten Netzwerks, das sich „Düsseldorfer Forum“ nennt, zu informieren.  Auf dem Hintergrund der Recherchen von „CORRECTIV“ hat der DS-Kurs, der aus 18 jungen kreativen und kritischen Köpfen besteht ein etwa 1-stündiges Theaterstück auf die Bühne gezaubert, das zwar keine gute Laune hinterlässt, aber dafür eine enorme Herausforderung und Chance zum kritischen Nachdenken und zur politischen Positionierung darstellt.

Seit der Veröffentlichung von „Geheimplan gegen Deutschland“ durch den in unserer Demokratie so wichtigen unabhängigen Journalismus im Januar, arbeitet der Oberstufenkurs an dem Stück, immer an der Grenze zwischen der Dokumentation einer erschreckenden Realität  und der Freude an der Kunstfreiheit. Das Ergebnis auf der Bühne am gestrigen Abend war anfangs laut und wild, dann sachlich diszipliniert perfekt gespielt und am Ende ein selbst- und verantwortungsbewusstes Plädoyer für die Demokratie und die Gewaltenteilung und eine klare Absage an „die Neue Rechte“ in Deutschland, die ihr Netzwerkfühler auch im Internet immer weiter ausstreckt und Menschenrechte, auch die unserer Kinder und Schüler verletzt. Danke für diesen eindrucksvollen und herausfordernden Abend. –  Ich bin froh, dass ich hingegangen bin…

N. Krämer (GSG Daun)

Rumpelröschen – Ein Märchen, das die Gesetze auf den Kopf stellt!

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Daun fand kürzlich eine bezaubernde Theateraufführung statt. Die Theater-AG “Die Drama-Lamas”, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 7, präsentierte ein kleines Märchen, das frei nach der Buchvorlage von Christian Berg gestaltet wurde.

Eine unerwartete Wendung im Märchenland

Was passiert, wenn im Märchenland plötzlich alle Märchengesetze auf den Kopf gestellt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt von “Rumpelröschen”. Normalerweise sind Feen kleine, süße, niedliche Mädchen – so wie Tinkerbell. Doch eines Tages erscheint eine wirklich merkwürdige Gestalt: ein männlicher Fee! Und das sorgt für Aufregung und Staunen in der Märchenwelt.

Rumpelröschen trotzt den Konventionen

Die Hauptfigur, Rumpelröschen, ist keineswegs das typische Feenbild. Doch er schafft es, sich in der Märchenwelt zu behaupten und alle in Erstaunen zu versetzen. Mit Witz, Charme und einer Prise Magie stellt er die Märchengesetze infrage und zeigt, dass es nicht immer nach Schema F laufen muss.

Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler der “Drama-Lamas” haben haben unter Leitung von Frau Finnemann und Herrn Weinzheimer mit viel Engagement und Herzblut diese außergewöhnliche Geschichte auf die Bühne gebracht. Die Zuschauer wurden in eine Welt voller Fantasie, Überraschungen und unerwarteter Wendungen entführt.

Ein gelungener Theaterabend

Eröffnet wurde der Abend vom Chor der 6. Klassen, der unter der musikalischen Leitung von Frau Pfeiffer 2 Lieder sang und das Publikum auf den folgenden Abend gebührend einstimmte.

Die Theater-AG hat bewiesen, dass sie nicht nur klassische Märchen beherrscht, sondern auch den Mut hat, neue Wege zu gehen.

Die Aufführung erntete viel Applaus und begeisterte Rückmeldungen aus dem Publikum.

Wir gratulieren den “Drama-Lamas” zu diesem gelungenen Theaterabend und freuen uns auf weitere kreative Inszenierungen!

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