Tatort GSG – SchülerInnen des GSG schreiben fesselnde Kriminalgeschichten mit Ralf Kramp 

„Spannende Ideen spuken immer wieder durch unsere Köpfe … man müsste sie doch mal aufschreiben und eine Geschichte daraus machen.“ – Genau das machten die Schüler am 28.06.2023 und 12.07.2023 in einem zweitägigen Schreibworkshop mit Ralf Kramp im Leseraum des GSG. Nach einer kurzen kreativen Anregung  sprudelten vielfältige Ideen für aufregende Geschichten. Ausgedacht wurden Entführungsopfer auf einer einsamen Insel, illegale Autorennen, ein tödliches Familiendrama, ein korrupter Bio-Hühnerhof in der Eifel, eine Detektivin mit übernatürlichen Fähigkeiten, ein Schüler mit detektivischem Gespür oder ein Raubüberfall mit einem ganz besonderen Versteck der Beute. Diese Einfälle wurden zu eigenen Geschichte ausformuliert. Hierbei erhielten die Jungschriftsteller Tipps zum Aufbau von atemberaubenden Situationen und Handlungsverläufen vom Profiautor. Die geschriebenen Geschichten wurden in einem intensiven Austausch gemeinsam besprochen und werden nun noch abgerundet. 

Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem LiteraturBüro e.V. und mit finanzieller Förderung des Ministeriums für Kultur Rheinland-Pfalz durchgeführt.

DDR-Zeitzeugin Elke Schlegel zu Gast am GSG Daun

Am 12. Juli 2023 hatten die Schüler*innen der Klasse 10b im Unterricht von Frau Freund-Donnhauser die Gelegenheit, Geschichte unmittelbar, lebendig und authentisch zu erfahren: Die DDR-Zeitzeugin Elke Schlegel, geboren und aufgewachsen in Jena, berichtete auf emotionale Weise von ihren Erfahrungen in der DDR-Diktatur. Ab 1983 stellten sie und ihr späterer Ehemann mehrfach Ausreiseanträge in den Westen und demonstrierten mit Jenaer Regime-Gegnern des „Weißen Kreises“. Das Leben im Osten Deutschlands war für sie unerträglich geworden: Weder stand ihnen „die Welt offen“, wie man es ihnen bei der sogenannten „Jugendweihe“ gerne prophezeite, noch konnten sie die demokratischen Freiheitsrechte genießen, die für die Bundesbürger in Westdeutschland selbstverständlich waren. Nach der Einreichung des Ausreiseantrags spürten Frau Schlegel, ihr Freund sowie ihr kleiner Sohn am eigenen Leibe, was die DDR unter „Zersetzungsmaßnahmen“ verstand: In ihren Berufen blieben den Eltern jegliche Aufstiegschancen verwehrt; ihr Sohn wurde in der Kinderkrippe von den Erzieherinnen stark vernachlässigt, wodurch ihm psychische wie physische Schäden zugefügt wurden. Spätestens jetzt war Elke Schlegel klar, dass ein Verbleiben in der Deutschen Demokratischen Republik keine Option mehr war. Überraschenderweise wurde die Ausreise genehmigt, doch dann wurde Frau Schlegel von ihrem eigenen Bruder verhaftet und wegen „Versuchter Republikflucht“ zu 18 Monaten Haft im Frauengefängnis Hoheneck verurteilt. Kontakt zu ihrem Sohn war unmöglich. Die Bedingungen in diesem „Zuchthaus“ waren menschenverachtend: Die Häftlinge erfuhren körperliche wie seelische Gewalt, die die Betroffenen bis heute verfolgt. Schließlich wurde Elke Schlegel wegen Unterernährung von der Bundesrepublik freigekauft. Heute lebt sie in Koblenz und steht rheinland-pfälzischen Schulen als Zeitzeugin über das DDR-Zeitzeugenportal (www.ddr-zeitzeuge.de oder www.zeitzeugenbuero.de) zur Verfügung. Somit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und zur Demokratisierung unserer Jugend. 

Wir danken Frau Schlegel ganz herzlich für ihr Kommen und ihre Bereitschaft, offen mit uns über ihre Vergangenheit und deren Auswirkungen auf ihre Gegenwart zu sprechen. Dank ihrer Berichterstattung ist den Schüler*innen der 10b besonders ausdrücklich vor Augen geführt worden, dass die DDR ein Unrechtsstaat war und nicht mittels „Ostalgie“-Produkten verharmlost werden sollte. Diese Geschichtsstunde wird unseren Zehntklässler*innen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben!

V. Freund-Donnhauser 

GSG Aktuell

Die Schulklasse 6b erforscht die Welt der Nachrichten mit Janboris Rätz

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Daun hatten vor kurzem die einmalige Gelegenheit, einen spannenden Projekttag zum Thema Nachrichten, Recherche und Berichterstattung zu erleben. Gemeinsam mit Janboris Rätz erkundeten sie die faszinierende Welt der Medien. 

Janboris Rätz ist Journalist*in mit mehr als 25 Jahren TV-Erfahrung, seit 2014 im SWR Fernsehen zu sehen und engagiert sich für die Sichtbarkeit und Rechte marginalisierter Menschen.

Der Projekttag wurde von der Deutschlehrerin der Klasse, Frau Finnemann, organisiert und fand im Rahmen des Unterrichts statt. Das Ziel war es, den Schüler*innen einen praxisnahen Einblick in die Arbeit von Journalist*innen zu geben und ihre eigenen Fähigkeiten in den Bereichen Nachrichtenproduktion, Recherche und Berichterstattung zu fördern.

Mit viel Humor und Begeisterung erklärte Janboris Rätz den Schüler*innen die grundlegenden Prinzipien der Nachrichtenberichterstattung und gab wertvolle Tipps zur Recherche und Quellenvalidierung.

Im Anschluss daran wurden die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Gruppen eingeteilt und erhielten die Aufgabe, eigene Nachrichtenbeiträge zu erstellen. Die Themen waren breit gefächert und reichten von alltäglichen Schulangelegenheiten bis hin zu umweltrelevanten Themen wie Klimaschutz und Recycling. Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Eifer dabei und recherchierten gewissenhaft, um aussagekräftige Informationen zu sammeln.

Besonders aufregend war das exklusive Interview mit Janboris Rätz selbst. Die Schüler*innen hatten die Möglichkeit, Fragen über Janboris Leben, seine Erfahrungen und seine Haltung zu Vorurteilen gegenüber nicht-binären Menschen zu stellen. Janboris beantwortete die Fragen mit Offenheit und ermutigte die Schüler*innen, Vorurteile zu hinterfragen und eine inklusive und tolerante Gesellschaft zu fördern.

Nach intensiver Recherche und Vorbereitung waren die Schüler*innen bereit, ihre eigenen Nachrichtenbeiträge zu präsentieren. Mit professionell gestalteten Kulissen und gut durchdachten Moderationen lieferten sie beeindruckende Leistungen ab. Die Vielfalt der Themen und die engagierte Herangehensweise der Schüler*innen zeugten von ihrer Kreativität und ihrem Interesse an der Welt um sie herum.

Am Ende des Projekttages bedankten sich die Schüler*innen herzlich bei Janboris Rätz für seine inspirierende Unterstützung und seinen ermutigenden Beitrag zum Thema Toleranz und Vielfalt. Der Projekttag war zweifellos ein großer Erfolg und wird der 6b noch lange in Erinnerung bleiben.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium Daun und die Klasse 6b bedanken sich bei Janboris Rätz für seine Zeit und sein Engagement und freuen sich auf weitere spannende Projekte.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner